Kita B, Leipzig

Knick. Knack.

Gebäude in Modulbauweise stehen für Effizienz, im schlechtesten Fall für Monotonie, jedoch selten für räumliche Vielfalt.
Der Auftrag, einen Kita-Neubau in Modulbauweise zu entwickeln, war für uns daher die Herausforderung, dieses Vorurteil zu widerlegen und eine sehr effiziente Struktur mit vielfältigen räumlichen und atmosphärischen Qualitäten zu verbinden.

Um die Atmosphäre des Grundstücks mit altem Baumbestand zu erhalten, wird der neue Baukörper entlang der nördlichen Grundstücksgrenze platziert.

Die interne Organisation sieht die Hauptnutzung nach Süden und die Nebenräume Richtung Norden vor, um eine optimale Belichtung und eine effiziente innere Erschließung zu gewährleisten. Die Kinderkrippe und die öffentlichen Bereiche sind im Erdgeschoss untergebracht, der Kindergarten im Obergeschoss. Ein um das Foyer erweiterbarer Mehrzweckraum und eine offene Treppe mit Sitzstufen ergänzen das Raumangebot. Die Module der einzelnen Gruppen werden systematisch angeordnet, so dass trotz der unterschiedlichen Raumgrößen eine effiziente Tragstruktur möglich ist. In die Gruppenräume werden Spielmöbel integriert und offene lichtdurchflutete Garderoben erweitern die Nutzung der Flure.

Damit auch die Kinder im Obergeschoss einen direkten Außenbezug haben, wird ein Laubengang vorgesehen. Diese Übergangszone schafft eine optische Erweiterung der Gruppenräume und bietet durch Aufweitungen neben der Funktion des Fluchtweges eine zusätzliche Aufenthaltsqualität - eine Terrasse in den Bäumen.

In enger Zusammenarbeit mit Modulherstellern haben wir ein Konzept entwickelt, das unerwartete Qualitäten in den kompakten Kita-Neubau integriert und trotzdem die Besonderheiten der speziellen Bauweise optimal nutzt.

Räumliche Varianz trotz modularer Struktur

Das Modulsystem wurde in enger Zusammenarbeit mit führenden Herstellern der Branche entwickelt.

Projekt: Neubau einer Kindertagesstätte für 165 Kinder in Modulbauweise Jahr: 2013 Ort: Leipzig Größe: 1.700qm BGF Bauherr: Stadt Leipzig Status: Machbarkeitsstudie